Archaismen – unser altmodischer Wortschatz

So wie Wörter neu geboren, sich verbreiten und irgendwann allgemein bekannt sind, so verschwinden alte Wörter auch wieder aus unserem Sprachgebrauch. Diese schon fast vergessenen Wörter sind die Archaismen – Begriffe, die von jüngeren Generationen kaum noch verwendet werden. Weil sie altmodisch sind, heutzutage kaum mehr Sinn ergeben oder weil sie inzwischen durch andere Wörter ersetzt wurden.
Archaismus
Redewendung

bis in die Puppen

bis zum frühen Morgen; sehr lange Begriff kommt aus dem alten (...)

ausgegraben von Frau V.
am 24. Juni 2018
0
Archaismus
Adverb

jottwede

oder JWD; Jargon aus dem alten Berlin für „janz weit (...)

ausgegraben von Frau V.
am 24. Juni 2018
2
Archaismus
Verb

hadern

unzufrieden sein mit etwas oder jemandem

ausgegraben von Frau V.
am 24. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Haderlump

Schimpfwort für einen schlechten Mitmenschen.

ausgegraben von Frau V.
am 24. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Zimelie

Schatz, wertvolles Stück, Kleinod bzw. Kostbarkeit. Als Zimelien werden heute (...)

ausgegraben von Worthüter
am 24. Juni 2018
0
Archaismus
Interjektion

Potzblitz!

Ausruf des Erstaunens.

ausgegraben von Frau V.
am 24. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Mummenschanz

sich verkleiden, Maskerade, Kostümierung, Faschingstreiben

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
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Archaismus
Substantiv

Pompadour

Beutelartige Damenhandtasche, deren Zugbänder gleichzeitig Verschluss und Tragehenkel sind

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
0
Archaismus
Verb

schmökern

lesen; das Buch = der Schmöker

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Stippe

Soße. Beispiel Schusterstippe.

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
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Archaismus
Substantiv

Scheese

Alt-Berlinerisch für Kutsche, Kinderwagen oder Auto. Vom französischen Chaise (Stuhl, (...)

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Sonntagsstaat

Gute Kleidung, die nur an Sonn- oder Feiertagen getragen wird.

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Koben

Kasten, Stall, Verschlag. Beispiel: Schweinekoben

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
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Archaismus
Redewendung

Federlesen

Nicht lange rummachen. Nicht lange fackeln. Nicht viel Federlesen machen (...)

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
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Archaismus
Substantiv

Tandaradei

Poetischer mittelhochdeutscher Wortkringel ohne wirkliche Bedeutung. Tandaradei.

ausgegraben von Frau V.
am 23. Juni 2018
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Archaismus
Substantiv

Feldscher

Feldscher waren seit dem späten Mittelalter Wundärzte auf dem militärischen (...)

ausgegraben von Worthüter
am 19. Juni 2018
0
Archaismus
Redewendung

auf die Socken machen

Das Wort Socken hat seinen Sprachstamm im Griechischen und bedeutet (...)

ausgegraben von Lupo
am 16. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Glimpf

Angemessenheit, Nachsicht, Rücksicht. Basiert auf gilimpf (ahd. angemessenes Verhalten). Wird (...)

ausgegraben von Worthüter
am 15. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Unglimpf

Schmach, Unrecht, Ungunst. Basiert auf ungelimpf (mhd.) bzw. ungelimfe (ahd. (...)

ausgegraben von Worthüter
am 15. Juni 2018
0
Archaismus
Adjektiv

genant

Unangenehm, peinlich. Basiert auf gênant bzw. gêner (frz. genieren). "Die (...)

ausgegraben von Worthüter
am 15. Juni 2018
5
Archaismus
Substantiv

Kemenate

Wohnraum für Frauen in einer Burg (Mittelalter), umgangssprachlich: kleines Zimmer, (...)

ausgegraben von Ulani
am 14. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Tändelei

Flirt, oberflächliche Liebesbeziehung.

ausgegraben von Ulani
am 14. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Bordsteinschwalbe

Prostituierte auf dem Bordstein

ausgegraben von MarleenLenja
am 12. Juni 2018
0
Archaismus
Substantiv

Zückerli

süßer und luftiger Furz

ausgegraben von MarleenLenja
am 12. Juni 2018
0
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Mach mit! – und rette Wörter vor dem Aussterben

Da auch Wörter einem Lebenszyklus unterliegen, ist es völlig normal, dass sie irgendwann auch wieder verschwinden. Oft werden sie durch andere, modernere Wörter verdrängt und geraten so in Vergessenheit. Vom „Barbier” spricht zum Beispiel heute kaum noch jemand, wenn man zum „Frisör” geht. Dabei gibt es meist keinen plausiblen Grund, warum man ein veraltetes Wort einfach so aussterben lassen sollte. Es gilt – mach mit und rette Archaismen vor dem Aussterben.

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